Helfersyndrom -10 Gebertypen

Hast du das Helfersymptom? Was deine Gebermentalität über dich aussagt

Warum gibst du? Und wenn ja, wie viel?

Jeder kennt ihn, den altbekannten Leitspruch:

„Geben ist seliger denn nehmen.“

Doch wie viele Menschen schaffen es wirklich, ihm nach zu handeln?

Wir alle geben gern – auf unsere Art! Manche Menschen mehr oder sogar etwas zu viel (Stichwort Helfersyndrom), manche weniger (Stichwort Geizkragen).

Aber wie oft schaffen wir es, wirklich ganz selbstlos zu geben? Wie oft gelingt es uns, der selbstlose Geber zu sein, der keine Erwartungen an sein Gegenüber hat? Wie oft wollen wir eigentlich sofort etwas von unserem Gegenüber zurück?

Wann wird dein Geben zum Nehmen?

Sicher kennst du es auch. Jemand bietet dir Hilfe an und du nimmst sie gerne an. Aber irgendwie hast du kurze Zeit später das komische Gefühl, dass es gar nicht so sehr um dich geht. Du spürst es ganz deutlich: Der Gebende möchte doch irgendetwas von dir haben, dafür, dass er dir hilft!

Manchmal ist es ein subtiles Gefühl und häufig ertappen wir uns selbst dabei, wenn wir mal wieder merken:

„Also eigentlich möchte ich jetzt schon Anerkennung und ordentliches Dankeslob dafür, dass ich hier gerade 5 Stunden meiner Zeit aufgeopftert habe…für dich!“

Wenn Geben aus einer uns häufig unbewussten Intention geschieht, geraten wird immer wieder in unangenehme Situationen und sind dann überrascht über die „ablehnende“ Reaktion des Empfängers.

Was habe ich denn nun schon wieder falsch gemacht? Ich wollte doch nur Gutes tun?“

Helfersyndrom oder Geizkragen? Wie sehr bist du dir deiner Wirkung auf andere bewusst?

In der Tat mögen wir intuitiv Menschen, die bereitwillig gerne und viel geben. Menschen, die bereit sind, sich selbst komplett zurückzunehmen um für andere einen Dienst zu leisten, werden hoch anerkannt. Denn sie investieren ihre Zeit für andere Menschen, sind gern für andere da um zu helfen, zu unterstützen, zu zuhören oder zu schenken. Ohne etwas dafür zurückzuverlangen.

Menschen, die gerne geben, haben den Ruf, treu, sozial und selbstlos zu sein. Ihr Handeln entspricht einer guten Tugend. Menschen allerdings, die nicht so gerne und bereitswillig geben, werden schnell als unsoziale und selbstzentrierte Narzisten bezeichnet.

Wie aber kommt es, dass manche Menschen lieber geben als andere?

Hier kommt die Intention des Gebens ins Spiel. Denn nicht jede Form von Geben fällt in die Kategorie „altruistischer Gutmensch“.

Geben ist seliger den nehmen…

Der Altruistische Geber

Helfersyndrom Der Altruist
Das eigene Selbst steht im Hintergrund – der Altruist ist voll und ganz für andere da

Die bekannteste und gesellschaftlich angesehene Form des Gebens ist das altruistische, also selbstlose Geben.

Der Gebende agiert von Herzen und stellt sich selbst zurück. Er nimmt sich selbst nicht so wichtig und weiß, dass sein Geben einen Unterschied im Leben einer anderen Person macht und dass es gerade nichts Wichtigeres als sein Gegenüber, also den Empfänger gibt.

Man könnte sagen: der Gebende transzendiert, gibt sich ganz auf, um 100 Prozent für den Empfangenden da zu sein.

Altruistische Geber wirken auf andere wie weise Mönche. Sie strahlen absoluten inneren Frieden aus. Solche Menschen beeindrucken uns am meisten. Wir haben sie gerne um uns, weil wir uns von ihnen ganz gesehen, angenommen und unterstützt fühlen. Wir merken

„Ja, da ist tatsächlich jemand, der sich mit mir auseinandersetzt, mir bewertungsfrei zuhört, und mir voll und ganz seine Zeit und Energie schenkt.“

Der altruistische Geber ist ein Geschenk für die Welt. Denn er kann nicht nur selbstlos geben, sondern auch empfangen. Daher wünschen sich viele Menschen auch so jemanden in ihrer Nähe. Natürlich möchten wir selbst auch gerne so sein.

Doch gelingt dies nicht jedem. Denn manchmal gibt es unbewusste Verhaltensweisen in uns, die uns vom selbstlosen Geben abhalten.

Es lassen sich 10 unterschiedliche Geber-Typen herauskristallisieren.

Welche Geber-Typen gibt es?

In zwischenmenschlichen Situationen lassen sich verschiedene Gebermentalitäten beobachten. Häufig sprechen die Geber-Verhaltensweisen auch für bestimmte Persönlichkeitstypen. Das heißt, je nach Charakter und Typus, sind bestimmte Geber-Haltungen zu erkennen. Was unter dem Helfersyndrom zu verstehen ist, weiß jeder. Doch warum ist ein Mensch mehr davon betroffen als ein anderer? Warum tun wir, was wir tun? Und vor allem: was löst unser Verhalten in anderen aus?

Welchem der 10 Geber-Typen bist du schon öfter begegnet?

Der aufopfernde Geber

Helfersyndrom- der Aufopfernde
Das stört mich gar nicht, freiwillig zu helfen. Ich weiß dass andere mich brauchen, da bin ich gerne vor Ort

Der aufopfernde Geber ist jemand, der gerne für andere Menschen da ist. Er liebt es regelrecht, zu geben. Im Unterschied zum Altruisten sucht der aufopfernde Geber daher aktiv nach Situationen und Möglichkeiten, in denen er sich „brauchbar“ machen kann. Der altruistische Helfer ist immer zur Stelle. Bevor man sich versieht, hat er schon Hand angelegt. Er nimmt anderen gern die Arbeit ab – meist schon bevor man ihn überhaupt um Hilfe gebeten hat (Stichwort Helfersyndrom) – und erklärt sich in Gruppen schnell bereit, zu helfen.

Er hilft besonders dann gern, wenn andere Menschen im Spiel sind, das heißt: wenn es einen Empfangenden gibt. Denn das Gefühl, von anderen gebraucht zu werden, ist für den aufopfernen Geber wie die Luft zum Atmen. Das zufriedene Gesicht und die dankenden Worte des Empfangenden sind wie Balsam für seine Seele. Es erfüllt ihn mit tiefer Freude, dienen zu dürfen.

Ginge es jedoch darum, irgendwo in einem Keller etwas auszumisten und niemand würde „von seiner Arbeit profitieren“ dann überlegt sich der aufopferende Helfer das schon zweimal. Lieber hilft er dort, wo Menschen mit Dankbarkeit reagieren können.

Was aber passiert, wenn seine Hilfe nicht benötigt wird? Er gar abgelehnt oder ohne Dank abgewiesen wird? Dann ist der aufopfernde Helfer zutiefst verletzt. Denn er nimmt die Abweisung persönlich. Und weil er sich gern aufopfert für andere, nimmt er auch nicht gerne Hilfe an. „Nein das kann ich nicht annehmen.“…Denn er will ja gebraucht werden…

Der geschäftige Geber

Helfersyndrom - der Businessmensch
„Lass uns doch daraus gleich einen Deal machen. Ich tue das für dich…du machst dafür…“

Der Verkäufertyp gibt gerne, denn er hat schließlich auch viel zu bieten und einiges „auf dem Kasten“. Der geschäftige Geber ist meist überzeugt von sich, schmeichelt seinem Gegenüber und ist sich durchaus seines Wertes bewusst. Was beim geschäftigen Geber auffällt: alle Dinge und Gaben haben für ihn einen (Tausch)Wert. Daher „verkauft“ er anderen auch gerne seine Unterstützung. Selbst bei banalsten Tätigkeiten kann das Gegenüber schnell den Anschein bekommen, mitten in einem Verkaufsgespräch zu sein.

Ja, der geschäftige Geber handelt – er schaut immer, welchen Vorteil ihm ein bestimmter „Tausch“ (bzw. das hilfsbereite Angebot, das er anderen macht) bringt.

Was ihm wichtig ist: beim Gegenüber im guten Licht zu stehen. Da lässt er auch schon mal mit zwingerndem Auge Sätze wie diese verlauten:

„Wenn dir das geholfen hat, empfiehl mich gern an dein Netzwerk weiter. Oder sag mal, kannst du nicht noch XY gebrauchen? Ich hab da ein gutes Produkt am Start“.

Wenn durch den Austausch am Ende eine hohe Summe bei herausspringt, ist der geschäftige Geber voll und ganz in seinem Element. „Yes, baby, wieder was gerockt!“, denkt er sich. Doch auch eine Dienstleistung und ähnliches „Nützliches“, was den geschäftigen Geber persönlich weiterbringt, zählen zu sinnvollen „Deals“. Trotz des Charms und der sehr großzügigen Gebermentalität des Geschäftsmenschen, hat man doch das Gefühl, dass das Geben hier unmittelbar mit Nehmen verbunden ist. Ja, der geschäftige Geber ist sich nicht immer darüber bewusst, dass er innerlich abwägt: „Entspricht der Wert dessen was ich gebe, dem was ich (potentiell) zurückbekomme? Lohnt sich mein Einsatz hier für mich?“

Der knauserige Geber

Helfersyndrom- Der Geizhals
Kühl und abweisend: der Geizkragen gibt nur bedacht

Der knauserige Geber ist, wenn es um Großzügigkeit geht, in etwa das Gegenteil vom geschäftigen Geber. Er ist auch bekannt als Geizkragen.

Der knauserige Geber gibt zwar hin und wieder, doch mit Widerwillen. Denn er ist berechnend.

Diese Menschen schauen auf ihre Ressourcen und kalkulieren, was sie „entbehren“ können.

Allgemein empfinden sie zwischenmenschlichen Kontakt häufig als „anstrengend“. Unbewusst schwirrt ihnen oft der Satz „Was wollen die alle von mir? Hoffentlich lassen die mich bald in Ruhe!“ im Kopf herum.

Dementsprechend geringer fällt der Umfang der Gaben des knausrigen Gebers im Vergleich zu denen eines Altruisten oder Helfers aus. Freiwillig geben sie selten. Oft muss man um ihre Hilfe oder ihr Wollwollen bitten (aber auch das kann schon zu viel sein) und nicht selten konfrontieren sie den Empfänger dann mit Sätzen wie

„Also eigentlich habe ich gerade keine Zeit aber…“ oder „Das muss für die nächsten Tage aber erstmal reichen…“ Oder „Ich hoffe, du schätzt das auch, was ich hier gerade für dich mache“.

Der Manipulative-kontrollierende Geber

Helfersyndrom- Kontrollierfreak
Du wirst schon sehen, was du von hast, wenn du meine Hilfe ablehnst

Gibt es tatsächlich Menschen, die geben, um zu manipulieren? Wie wir beim geschäftigen Geber gesehen haben: Ja, die gibt’s! Natürlich passiert Manipulation häufig unbewusst. Manche Menschen aber machen es sogar mit reinem Gewissen.

Manipulativ-kontrollierende Geber sind besonders gut darin, sich selbstlos und wohlwollend zu zeigen. Im Unterschied zum Altruisten betonen sie, dass sie nur das Beste für dich wollen und wirklich gerne für dich da sind. Sie wollen hören, dass sie es waren, die dir ja aus der Misere geholfen haben.

Gibst du ihnen keine Anerkennung für ihren Einsatz oder erteilst du ihnen ein freundliches „Nein, danke“, stellen sie sich meist mit dieser Antwort nicht zufrieden. Im Gegenteil: sie verdeutlichen dir nun sogar noch etwas eindringlicher, dass es nur das Beste für dich ist, wenn du dir helfen lässt. Sagst du ja, kann es sein, dass du entweder für eine ganze Weile abhängig von diesem Menschen sein wirst oder aber dass du nun gar nicht das bekommst, was dir versprochen wurde. Das Versprechen wird gern weiter hinausgeschoben.

Rebellierst du dann oder sprichst deine Enttäuschung und Unzufriedenheit über dieses Verhalten aus, kann es passieren, dass du als „Nimmersatt, gierig oder undankbar“ bezeichnet wirst. Der manipulativ-kontrollierende Geber braucht es, dass du „klein“ bist. Oder dich zumindest „klein“ fühlst. Denn wenn sich das Gegenüber unterwürfig fühlt, fühlt sich der Geber stark und mächtig. Willst du dich aus den Schlingen des manipulativen Gebers eigenständig befreien, reagiert der manipulative Geber gern mit Drohungen; z.B. gibt er dir deutlich zu verstehen, was die negativen Konsequenzen sind, wenn du alleine weiterziehst.

Der harmoniesüchtige Geber

Helfersyndrom - Der Harmoniesüchtige
Klar bin ich sofort für dich da!…(Mist, ich wollte ja heute eigentlich für meine Prüfung morgen lernen…naja, egal)

Dieser Geber-Typ ist von der friedlichen Sorte und liebt die Gemeinschaft, in der er sich einbringen kann. Da der harmoniesüchtige Geber ausgesprochen empathisch ist, spürt er oft genau, was der andere braucht und geht automatisch auf dessen Bedürfnisse und Wünsche ein. Der Harmonie-Geber kann sich ganz auf andere Menschen einstimmen und ist bereit sehr viel Zeit und Energie zu investieren.

Doch manchmal merkt er, dass er so verschmolzen ist mit anderen, dass er selbst seine eigenen Bedürfnisse immer wieder hinten anstellen muss. Oft geht er dann aber mit der Einstellung: „Ach ist nicht so schlimm, so wichtig war das auch nicht für mich“ daran. Seine Wut und Frustration, dass mal wieder keiner auf ihn Acht gegeben hat und er ja nur die ganze Zeit für andere da war, lässt der harmoniesüchtige Geber seine Mitmenschen nie direkt spüren. Dass etwas nicht in Ordnung ist, merken seine Mitmenschen meist erst dann, wenn nach der Begebenheit plötzlich Funkstille herrscht und er sich ganz zurückzieht und still und heimlich „bockt“.

Der romantisch-kreative Geber

Helfersyndrom- der Romantisch Kreative
Ich helfe auf ganz besondere Art. Wertschätze mich dafür

Braucht jemand Unterstützung, die etwas mit Ästhetik, Klasse und Kreativität zu tun hat, dann hört der romantisch-kreative Geber sofort auf. Denn niemand wie er kennt sich mit den „ganz besonderen“ Formen des Gebens aus. Er ist zur Stelle (meist etwas spät: vor lauter Kreativität ist der Kopf oft in den Wolken) und „tuned“ sich sofort auf sein Gegenüber ein: „Was brauchst du? Wie kann ich dir helfen? “. Der kreative Geber weiß was zu tun ist, und das, was er zu geben hat, ist häufig herausragend, von hoher Qualität. Viel Arbeit und Muße stecken in dem Resultat.

Der Empfangene aber ist manchmal verwirrt, denn das, was er vom kreativen Geber erhalten hat, ist nicht das, was er brauchte. Es sollte doch nur etwas ganz Simples statt so etwas Auffälliges, Künstlerisches, Teures sein.

Das verletzt den kreativen Geber sehr. Er stellt sich und seine ganze Person in Frage. Hat er doch all seine kreativen Talente zum Einsatz kommen lassen. Der Empfänger merkt: hier geht es gar nicht so sehr um mich. Kann es sein, dass der Gebende, statt wirklich für den anderen da zu sein, eigentlich viel mehr „Lob“ für SEINE Talente wollte?

Der ethisch-moralische Geber

Helfersyndrom - der Ethisch-moralische Idealist
Ich helfe, wenn es meinen Idealen und moralisch-ethischen Vorstellungen entspricht

Menschen mit hohen Idealen gehören häufig dem Typus „ethisch-moralischer Geber“ an. Denn sie haben ganz bestimmte Vorstellungen davon, wie und unter welchen Bedingungen sie anderen etwas geben möchten.

Sie sind meist sehr hilfsbereit, fast aufopfernd und setzen sich häufig hohe Ziele. Dabei sind sie meist ungeheuer kleinlich und penibel. Denn es liegt ihnen sehr viel daran, dass andere gut von ihnen denken. Sie möchten die Erwartungen ihres Gegenüber unbedingt erfüllen und sicherstellen, dass der Empfänger zufrieden und nicht enttäuscht ist.

Das bringt den ethisch-moralischen Geber nicht selten in einen inneren Konflikt und so fängt er immer mal wieder an herumzumeckern: zum einen will er gern fremde Erwartungen erfüllen (meist sogar übertrumpfen), zum anderen muss er dabei immer wieder abwägen, ob er dabei keine seiner Werte und Ideale verletzt.

Um Beschwerden oder Kritik von Seiten des Empfängers zu vermeiden, setzt sich der ethisch-moralische Geber häufig selbst unglaublich unter Druck. Das kann soweit führen, dass er seine eigenen hohen Erwartungen nicht erfüllen kann und sich dadurch selbst blockiert. Dann muss er die „Ausführung“ des Hilfeaktes nach hinten verschieben. Das wiederum irritiert oder verärgert den Empfänger, denn er brauchte doch jetzt die Unterstützung und nicht erst in 3 Wochen, wenn „alles perfekt ist“.

Der vorsichtige Geber

Helfersyndrom - der Vorsichtige
Könnte das Geben mich irgendwie in Gefahr bringen?

Kennst du Menschen, die immer misstrauisch sind? Die schnell denken „Ob ich der Person vertrauen kann, da bin ich mir aber nicht so sicher.“

Hier haben wir es mit einem Geber-Typen zu tun, der sich gerne absichert, bevor er sich auf eine Handlung einlässt. Der vorsichtige Geber gibt wirklich gerne! Doch seine Entscheidung, ob er’s tut oder lieber den Rückzieher macht, ist abhängig von der Vertrauensbasis, die er zum Empfänger hat.

„Was passiert, wenn ich hier in etwas hineingerate, das gefährlich sein könnte? Was, wenn es sich um ein taktisches Kalkül handelt, das schwerwiegende rechtliche Folgen für mich hat?“

Der vorsichtige Geber wägt genau ab, welche Konsequenzen sein Geben hat. Er braucht eine genaue Anleitung, an denen er sich orientieren kann. Und weil er oft solange nachdenkt und keine Fehler machen will, kommt er meist erst gar nicht ins Handeln. Das wiederum hat wirkliche Probleme zur Folge. Zum Beispiel, dass der potentiell Empfangene alleine gelassen wurde in einem Moment, in dem sofortiges Handeln erforderlich gewesen wäre.

Solche Situationen jagen dem vorsichtigen Geber dann nur noch mehr Ängste ein, sodass er beim nächsten Mal besser gleich sagt: „Ich kann das nicht. Kann das bitte jemand anderes übernehmen?“

Der wagemutige Geber

Helfersyndrom- der Wagemutige
Der Krieger und Hero rettet mutig, wen er kann

Der wagemutige Geber ist für jedes Abenteuer zu haben und stürzt sich für andere auch schon mal in den reißenden Fluss oder springt über Zäune oder Mauern, um Menschen zu retten. Wenn er schenkt, dann gerne etwas, das den Adrenalinspiegel steigen lässt. Ob Aktivitäten wie Erlebnisparkbesuche, eine Fahrt im Ferrari oder Bungee jumping. Der wagemutige Geber liebt das Risiko. Alles was den Körper einbezieht, mit viel Geschwindigkeit und „dem Kick“ verbunden ist, mag er.

Der wagemutige Geber bestärkt den Empfänger meist, nicht so viel nachzudenken und einfach ins Handeln zu kommen. Er motiviert gern, ist verlässlich und großzügig. Das Wohl des Empfängers liegt dem wagemutigen Geber besonders am Herzen. Er hält sein Wort und steht seinen Mann (oder seine Frau). Wenn er Held/in sein kann, der andere beschützt, ist er ganz in seinem Element. Gerät eine Situation jedoch aus den Fugen oder fühlt sich der wagemutige Geber von jemandem bedroht, geht er offensiv in den Angriff, wobei er sich dabei auch schon mal übernehmen kann…

Der enthusiastische Geber

Helfersyndrom - Der Lebenshungrige
Helfen muss auch Spaß machen, denkt sich der Enthusiast. Ob’s immer passt…?

Dieser Typus liebt es, eine positive Stimmung zu verbreiten und anderen Menschen eine Freude zu machen. Der enthusiastische Geber liebt das Leben und möchte, dass andere das genauso tun. Deshalb liebt er es auch, andere Menschen zu überraschen und sie zum Staunen, Lachen oder Tanzen zu bringen.

Seine Empfänger werden häufig mitgerissen von der positiven Atmosphäre, die der enthusiastische Geber kreiert und vergessen auf diese Weise schnell ihre Sorgen, die sie eben noch belastet haben. Manchmal aber schlägt der enthusiastische Geber es über die Strenge und bemüht sich um positive Stimmung, wo sie nicht angemessen ist.

Der Empfänger fühlt sich in solchen „unpassenden“ Momenten dann oft nicht gesehen, nicht ernstgenommen und ist irritiert. Manchmal ist der lockere Witz eben Fehl am Platz.

Was der enthusiastische Geber nicht immer bemerkt: er selbst will den Spaß haben, der Empfänger ist dabei zweitrangig. Weil der enthusiastische Geber sich aber nicht gerne mit „negativen Gefühlen“ auseinandersetzt, kann er Entrüstung über sein Verhalten oft nicht nachvollziehen und fühlt sich abgelehnt und missverstanden. Was er überhaupt nicht verträgt und ihn peinlich berührt: wenn man ihn freundlich darauf hinweist, doch beim nächsten Mal ernsthafter und „reifer“ mit der Situation umzugehen.

Helfersyndrom, Geizkragen oder Romantiker? Welcher Typ bist du?

Und? Kamen dir einer oder mehrere dieser „Typen“ bekannt vor? Hast du dich vielleicht selbst ertappt und in einem Verhaltensmuster wiedererkannt?

Was sagt deine Geber-Mentalität über dich aus?

Woran liegt es, dass wir manchmal mit „guter Intention“ handeln, doch die Aktion komplett nach hinten losgeht? Wieso tun wir Dinge, die aus unserer Sicht absolut in Ordnung sind, bei anderen aber völlig gegensätzliche Reaktionen oder gar Empören hervorrufen?

Diese 10 Geber-Mentalitäten und -verhaltensweisen spiegeln 10 Persönlichkeitstypen wider. Jedoch sind wir mehr als unsere Persönlichkeit. Denn sie ist nur eine Maske, die uns schützt oder mit der wir glauben, bestimme Dinge (Gefühle) zu bekommen. Der wahre Schatz aber befindet sich hinter unserer Maske.

Möchtest du wissen, welche unbewussten Verhaltensmuster dich immer wieder in unangenehme Situation bringen?

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Lange Zeit habe ich selbst bei mir die merkwürdigsten Verhaltensweisen festgestellt. Ich war diesen manchmal völlig ausgeliefert, bis ich mich mit den darunterliegenden Themen befasste und sie so immer besser auflösen konnte.

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Welchen „Typen“ bist du in deinem Leben schon häufiger begegnet?

Was hat deren „Geberverhalten“ bei dir ausgelöst und was beobachtest du bei dir selbst vielleicht manchmal, ohne dass du weißt, warum du das tust?

Hinterlass mir einen Kommentar! Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

Hugs & Peaces,

Anna

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Comments

  1. Pingback: Noch keinen Adventskalender? Mein Advents-Geschenk

  2. Liebe Anna,
    was für ein schöner und interessanter Artikel. Ich tendiere zum harmoniesüchtigen Geber 🙂
    Was mir dazu noch einfällt: Ich finde, wir sollten uns von diesem Gedanken lösen, dass man nur moralisch „richtig“ gibt, wenn man total selbstlos und kein bisschen egoistisch dabei ist. Es ist völlig ok, wenn man selbst auch was davon hat und vor allem ist es megawichtig, gut auf sich zu achten. Wenn man nur an die anderen denkt, weil man so selbstlos geben möchte, dann bringt das am Ende ja niemandem etwas und man macht sich auf Dauer kaputt. Ich meine damit nicht unbedingt eine direkte, konkrete Gegenleistung. Aber meistens fühlt man sich ja gut, wenn man jemandem wirklich helfen kann und wenn man von Herzen gibt. Ich hatte da mal eine Diskussion mit einer Freundin drüber, ob das dann noch selbstlos genug ist, wenn man dieses gute Gefühl erleben möchte. Ich finde schon .. Es darf uns selbst gut gehen beim Geben.
    Liebe Grüße
    Silke

    1. Anna

      Hallo liebe Silke, danke für dein Feedback zum Artikel! Deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Vielleicht denkt der ein oder andere nun „Also was ist denn jetzt „moralisch“ akzeptables Geben?“. Dennoch sehe ich es nicht als unmoralisch an, selbst Freude beim Geben zu haben. Ich finde es gibt einen Unterschied zwischen selbstlosem Geben, bei dem man durchaus Freude teilt wenn das Gegenüber empfängt, und aufopferndem Geben bei dem man nämlich sich selbst total klein macht und die eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr berücksichtigt. Solange ein anderer Mensch sich „nicht ausgenutzt“ fühlt, ist das Geben in meinen Augen ein richtiges Geben. Und wenn Freude oder Herzlichkeit und Mitgefühl auf beiden Seiten da ist: umso besser! LG, Anna

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